|
Rückblick Mallorca 2006 (Uwe und Andreas)
Ole, Mallorca, wir sind wieder da,
pünktlich zum Ende der Osterferien sind Andreas und ich, sowie Nancy und Sabine zum Training auf die Insel geflogen.Jetzt haben wir 9 Tage, plus 1 Ruhetag Zeit die Sonne beim Radfahren zu genießen.Das Wetter bei uns lässt ja seit Wochen zu wünschen übrig. Lockere 22 Grad begrüßten uns auf der Insel und wir konnten die 7 Grad Heimattemperatur schnell vergessen.
Also raus aus dem Flieger, die Koffer geschnappt und mit dem Bus ab ins Hotel. Für 10 Tage wird die Nordküste, zwischen Alcudia und Can Picafort unser Ausgangspunkt sein. Der Vorteil hier ist, ich kann entscheiden, ob ich flach fahren, oder nach 30 Minuten einrollen die Berge angreifen möchte. Jeder wie er es möchte. Und richtig flach wie hier bei uns ist es dort auch nicht. Es ist ein ewiges welliges auf und ab.
Die erste Handlung nach dem Zusammenbau des Rades, ist ein Leihwagen, damit Nancy und Sabine während unserer Ausfahrten etwas unternehmen können.
21.04.2006 Die erste Etappe ist Richtung Cap Formentor zum Mirador de la Nao. Auf der Strasse von Pollensa nach Cap Formentor liegt die Punta de la Nao, einer der meistbesuchten Aussichtspunkte der Insel. Es ist das Fotomotiv in dieser Region, mit Blick auf den Felsen Colomer.
22.04.2006 Am nächsten Tag wird dieselbe Strecke in Angriff genommen, nur wird bis zum Cap Formentor weitergeradelt. Andreas muss immer von mir gebremst werden. Er sieht in jedem der vor uns radelt, einen potenziellen Feind. Aber schließlich sind wir zur Grundlage hier.
23.04.2006 Heute fahren wir Richtung Inca. Von dort aus hoch zum Kloster Lluc. An der Tankstelle oben angekommen machen wir eine kurze Rast, dann geht es weiter Richtung Pollenca. Die Abfahrt ist höllisch. Der starke Wind (teilweise 4-5 Windstärken) verlangt höchste Aufmerksamkeit.
24.04.2006 Den heutigen Tag gehen wir etwas ruhiger an und fahren Richtung Cala Rajada über Capdepera. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt, bleiben wir noch ein wenig auf der Küstenstrasse. Schließlich wollen wir auch genießen. Bei Cala Millor biegen wir rechts ab. Über Arta geht es auf der Küstenstrasse zurück zum Hotel.
25.04.2006 Sa Calobra, wir kommen. Über Inca, am Kloster Lluc vorbei geht es zum Auf -und Abstieg nach Sa Calobra. Runter ist ja noch einfach, nur beim Aufstieg verfluche ich meine 42/23er Übersetzung. Aber die Abfahrt nach Pollenca entschädigt einen wieder.
26.04.2006 Endlich der Ruhetag. Wir kommen auf die verrückte Idee, uns ein Motorrad zu leihen und mit unseren Frauen über die Insel zu fahren. Andreas hat keine Probleme, er fährt ja Motorrad. Aber meine Fahrkünste lassen doch zu wünschen übrig. Noch keine 300 Meter zur Tankstelle, kippe ich in einer Kurve aus dem Stand um. Ich hole mir eine Schürfwunde am Bein, aber Sabine hinter mir zieht sich eine Platzwunde am Unterarm zu. Wir lassen beides ärztlich versorgen. (desinfizieren und verbinden). Dann die Frage, was machen wir mit dem angebrochenen Tag. Sabine weigert sich strikt, sich noch einmal auf diese Höllenmaschine, und dann noch mit mir zu setzen. Aber als Mann muss man da durch. Andreas und ich beschließen mit den Motorrädern zu fahren. Nancy und Sabine setzen sich in unseren Leihwagen und fahren hinter uns her. So wird der Tag doch noch zum Erlebnis und wir können den Markt in Sineu besuchen. Anschließend über den Puig Major noch ein Abstecher nach Port de Soller zu einem leckeren Cappuchino.. Während Nancy und Sabine mit dem Auto auf direktem Weg zum Hotel fahren, nehmen wir die Küstenstraße bis Pollenca. Aufgrund meiner mangelnden Motorraderfahrung fahre ich sehr vorsichtig und werde auf der Strecke prompt von einigen Radfahrern überholt. Den kleinen Kratzer am hinteren Schutzblech sieht der Verleiher bei der Rückgabe nicht.
27.04.2006 In der Nacht weckt uns heftiger Regen. Morgens hat es zwar aufgehört, aber die Strassen sind immer noch nass. Wir warten auf Besserung, sprich trockene Strassen. Am späten Vormittag beschließen wir nicht zu radeln, sondern einen ausgiebigen Lauf zu starten. Also rein in die Laufschuhe und immer am Strand entlang Richtung Port de Alcudia. Von dort aus zum Golfplatz, dann im Bogen wieder zurück. Nach ca. 2 Stunden sind wir wieder am Hotel und es scheint die Sonne. Den Rest des Tages machen wir uns am Pool lang.
28.04.2006 Heute nach zwei radfreien Tagen soll es wieder Sa Calobra sein. Ich denke nur an meine Übersetzung und an die anschließenden Qualen. Also fahren wir über Inca zur Tankstelle hoch. Oben angekommen ziehen immer dunklere Wolken über die Berge. Wir sind froh eine Windjacke mitgenommen zu haben. Entscheidung hin und her. Wir beschließen Sa Calobra aus unseren Köpfen zu streichen und schnellstens die Heimreise anzutreten. Es regnet nicht, die Wolken werden weniger und später kommt auch wieder die Sonne durch. Nancy und Sabine sind überrascht uns wieder zu sehen. So genießen wir den Resttag zusammen.
29.04.2006 Santuari de Sant Salvador wir kommen. Über Manacor und Felanitx erreichen wir den Fuß des Berges. Die Fahrt zum Klosterberg ist schon sehr spannend und anstrengend. Aber wenn man oben angekommen ist, wird man mit einem herrlichen Weitblick über die Insel belohnt. Die Südostküste sowie das Landesinnere können dabei herrlich beobachtet werden. Der Rückweg über Petra wird eine reinste Wasserschlacht. Kurz vor Petra das erste Grollen. Dann folgen Blitze. Die Stromleitungen am Straßenrand brummen gefährlich. Leichter Regen setzt ein. Kurz vor Petra ein Lokal mit einem Wintergarten. Kaum hinter Glas kommt die Sintflut. Selbst die Spanier in dem Lokal sind über die Wassermassen überrascht. Wir hadern mit unserem Schicksal. Der Gedanke ein Taxi zu rufen wird immer verlockender. Dann nach ca. 40 Minuten hört der starke Regen auf und so wie er gekommen ist, verschwindet er wieder. Jetzt schnell aufs Rad und ab zurück zum Hotel. Schließlich haben wir noch 20 Kilometer. Unterwegs nieselt es leicht. Auch der Kreisverkehr in Can Picafort steht unter Wasser. Beim Durchfahren ist die untere Pedale im Wasser. Völlig durchnässt erreichen wir das Hotel. Aber wozu gibt es eine Sauna. Sie ist zwar klein und Andreas bezeichnet sie aus Legebatterie. Egal, Hauptsache warm.
30.04.2006 Heute wollen wir Richtung Arta zur Eremita de Betlem fahren. An Arta vorbei führt eine enge serpentinreiche Strasse zur Einsiedelei. Von hier oben sieht man Colonia de Sant Père und die Bucht von Alcúdia. Auf dem Rückweg genießen wir die letzten Radkilometer. Schließlich geht es morgen wieder ins kalte Deutschland. Der Abend wird in der Bar mit den exotischen Cocktails, Dart -und Billardspielen beendet.
01.05.2006 Der Rückflug und Rücktransfer ist problemlos und wir freuen uns auf den nächsten Besuch der Insel im Oktober, zum Palma-Marathon.
Uwe
|